Die BilMoG-Lösung

Grundlage für die Umsetzung der Anforderungen des Gesetzes zur Bilanzrechtsmodernisierung (BilMoG) bilden Anpassungen der Buchungslogik und des Kontenplans in den buchhaltungsrelevanten Systemen. Dies resultiert insbesondere aus den unterschiedlich zu behandelnden Geschäftsprozessen, die zu einem geänderten Ausweis, einer anderen Bewertung oder zu einer erstmaligen Bilanzierung führen können. Insbesondere in der Abbildung von Finanzinstrumenten und Bewertungseinheiten ergibt sich jetzt Handlungsbedarf.

Die Financial Accounting Platform mit der BilMoG-Erweiterung unterstützt den Prozess in den folgenden Bereichen:

Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente des Handelsbestands

Über ein spezielles Regelwerk werden Finanzinstrumente des Handelsbestands identifiziert und automatisch klassifiziert. Von Finanzinstrumenten, die mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, wird entsprechend ein Risikoabschlag abgezogen. Zusätzlich werden 10 Prozent der Nettoerträge in den Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" eingestellt.

Eine Umgliederung der Finanzinstrumente ist unter Berücksichtigung bestimmter Voraussetzungen möglich.

Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert über den Marktpreis bzw. über anerkannte Bewertungsmethoden, falls kein Marktpreis vorhanden ist.

Bildung und Bewertung von Bewertungseinheiten

Durch das BilMoG wurde erstmals eine Vorschrift eingeführt, die die bilanzielle Abbildung von Bewertungseinheiten regelt, die zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus dem Eintritt vergleichbarer Risiken gebildet werden. Mit der BilMoG-Erweiterung für Bewertungseinheiten werden für zulässige Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente Bewertungseinheiten im System erfasst und dokumentiert. Die Effektivitätsmessung und Bewertung der Finanzinstrumente wird systemseitig unterstützt, ebenso wie die bilanzielle Abbildung und Buchung der Ergebnisse. Die Erforderlichen Angaben für den Bilanzanhang werden über das Information Framework der FINANCIAL ACCOUNTING PLATFORM erstellt.

Währungsumrechnung

Besonderheiten und Regelungen der Währungsumrechnung, wonach grundsätzlich alle Fremdwährungsposten ungeachtet des Anschaffungskostenprinzips und des Imparitätsprinzips zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags umzurechnen sind, werden unterstützt. Hierfür werden sämtliche Bestände in der FINANCIAL ACCOUNTING PLATFORM sowohl in Vertrags- als auch in Hauswährung geführt. Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung werden pro Finanzinstrument ermittelt und gebucht.

Latente Steuern

Die Unterschiede zwischen der Handels- und der Steuerbilanz werden für Finanzinstrumente nach dem bilanzorientierten Konzept ermittelt. Hierfür werden unterschiedliche Inventare für das Handelsrecht und das Steuerrecht geführt.